Bis zu 150.000 Nichtzahler in der privaten Krankenversicherung
Mehr als eine halbe Milliarde Beitragsrückstände verursachten die fast 150.000 Nichtzahler in der privaten Krankenversicherung (PKV) bis zum dritten Quartal in 2011.
Gesundheitsreform Problematik
Mit Einführung der Gesundheitsreform 2009 hat der Gesetzgeber den Versicherern die Möglichkeit erschwert, Versicherte in der privaten Krankenversicherung außerordentlich zu kündigen. Weiterhin ist im Gesetz geregelt, dass jeder Versicherte einen Anspruch auf Kostenübernahme für Notfall-leistungen hat. Somit ist faktisch eine Versicherungslosigkeit nicht mehr möglich. Bei Kündigung muss der Versicherer ihn im eigenen Basistarif, der auf dem gesetzlichen Niveau aufgebaut ist, versichern. Hierin muss der (Pflicht)Versicherte dann den Höchstbeitrag gemäß der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen, wenn gleich der Versicherte bei Leistungsunfähigkeit einen Antrag auf Reduzierung des Beitrags um 50% stellen kann.
Da stell ich doch mal die Frage in den Raum: Wie soll denn ein Versicherter den verminderten Beitrag von knapp 300€ bezahlen, wenn er schon den Beitrag in der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht bezahlen konnte?
Letzter Notanker bei Leistungsunfähigkeit ist der Antrag auf Sozialhilfe nach SGB, bei dem dann die Sozialgemeinschaft die Krankenversicherungskosten übernehmen muss.
Die Folgen
Die Verpflichtung zur Leistung des Staates ergibt sich aus dem Sozialprinzip, das im Grundgesetz (GG) verankert ist. Die Folgen der Nichtzahlung in der GKV trägt also die Allgemeinheit. Bei privat Versicherten tragen die Kosten die Versichertengemeinschaft. Ein großer und bedeutender Unterschied ist allerdings, dass die PKV nicht wie die gesetzliche Krankenversicherung durch Steuergelder Quersubventioniert wird. Zusätzlich zu den allgemein steigenden Kosten und der niedrigen Zinslage kommen dann auch noch die Nichtzahler hinzu und sorgen damit für zusätzliche Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung.
Lösung in Sicht?
Medienberichten zu Folge arbeiten die privaten Krankenversicherungen und die Bundesregierung an einer Lösung für Nichtzahler. Demnach soll ein spezieller Notfalltarif entwickelt werden, der um die 100€ kostet und Notfallbehandlungen abdecken wird.
Unserer Meinung nach wird auch diese Attock-lösung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, denn eine Nichtzahler bleibt ein Nichtzahler. Kein Geld von keinem Geld, bleibt eben kein Geld. Ohnehin befinden sich Nichtzahler in den meisten Fällen in günstigen Einsteigertarifen.
Die privaten Krankenversicherer haben in den letzten Jahren sukzessive angefangen Bonitätsprüfungen bei Antragstellung einzuführen, was die Nichtzahler in den Tarifen die nächsten Jahre über deutlich reduzieren sollte.
Augenwischerei - PKV - Private Krankenversicherung ab 49 Euro?
Leider finden wir im Internet immer und immer wieder Lockseiten, die mit einer privaten Krankenversicherung - Werbung (PKV) für 49 Euro auf Interessentenfang gehen. Aber gibt es denn eine PKV für 49 Euro?
Wer sich die sogenannten Landing-pages genauer ansieht erkennt oft im sehr Kleingedruckten, dass es sich hierbei um einen Angestellten mittleren Alters handelt, bei dem der Arbeitgeber 50% des Beitrags übernimmt. Das Entscheidende ist aber, dass der Tarif 4500 Euro jährliche Selbstbeteiligung aufweist. Nur ein geringer Bruchteil der versicherten Personen in der privaten Krankenversicherung (PKV) kann sich mit solch einem Tarif begnügen.
Ein Tarif mit einer einigermaßen erträglichen Selbstbeteiligung von 600 Euro im Jahr kostet dann doch schon mindestens das Dreifache, ohne jetzt auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Kunden eingegangen zu sein.
Die meisten Anfrageformulare werden von Internetfirmen im Netz zur Verfügung gestellt die diese Anfragen, sogenannte Leads, dann Kostenpflichtig an Versicherungsvermittler, in der Regel an Versicherungsmakler, zu Preisen zwischen 40 -200 Euro pro Anfrage verkaufen! Teilweise werden diese Anfragen von den Datensatzproduzenten unter der Hand mehrfach verkauft. Oft werden die Interessenten dann mit Anrufen von Vermittlern bombardiert.
Unser Tipp an Sie ist, achten Sie im Impressum darauf wer hinter einer solchen Internetseite steht und suchen sich einen unabhängingen Versicherungsmakler in Ihrer Nähe so wie wir es als Spezial - Versicherungsmakler für die private Krankenversicherung (PKV) in München sind, mit dem Sie dann gemeinsam Ihren Bedarf ermitteln und dann den für Sie passenden Versicherungsschutz bekommen.





